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Historie


































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Wenn der Großmarkt Leipzig heute auf eine über 100-jährige Geschichte zurück blicken kann, so ist wohl mit gutem Recht fest zu stellen, dass er trotz der oft erscheinenden Schwierigkeiten seine Notwendigkeit und Attraktivität bis heute bewiesen hat. In den unterschiedlichen Zeiten wirtschaftlicher und politischer Wirren gelang es immer wieder mit bestem Erfolg den Großmarkt Leipzig als den zentralen Umschlagplatz für Obst, Gemüse, Südfrüchte und Lebensmittel aller Art zu etablieren.
Der Großmarkt Leipzig, ein Markt mit Geschichte und Zukunft.

1891: Die Zentralmarkthalle am Roßplatz wird in städtischer Verwaltung gebaut und betrieben. In ihr wird Groß- und Kleinhandel vereinigt betrieben. Der Erfolg dokumentiert sich damit, dass schon wenige Jahre später Neueinrichtungen wie Käsekeller oder weitere Kühlanlagen notwendig sind. Eine Erfolgsgeschichte beginnt.

1928-1930: Mit dem stetigen Anstieg der Einwohnerzahl Leipzigs (1890: 295.000, 1900: 456.000, 1910: 590.000) ist die Zentralmarkthalle den erhöhten Anforderungen nicht mehr gewachsen, eine Erweiterung ist aus Platzgründen nicht möglich, es fehlt ein Eisenbahnanschluss. Alle Unzulänglichkeiten können durch die Stadt Leipzig nur durch einen Neubau behoben werden. Eine weitsichtige Entscheidung der Stadtverordneten führt letztlich zur Errichtung einer neuen Großmarkthalle, die den gewaltigsten und interessantesten Kuppelbau seiner Zeit in Deutschland entstehen lässt - seine Überdachung könnte den gesamten Leipziger Marktplatz überdachen – die „Mitteldeutsche Großmarkthalle“ oder, wie vom Volksmund bald nach der Inbetriebnahme liebevoll benannt den „Kohlrabizirkus“. Heute ein technisches Denkmal und Zeitzeuge grandioser Bautechnik.

1945-1989: 1944 teilweise durch Bombenangriffe zerstört, erfolgt in den darauffolgenden Jahren die Wiederinstandsetzung der Halle und teilweise Nutzung in ihrer ursprünglichen Funktion. Mit der schrittweisen Auflösung des privatwirtschaftlichen Einzelhandels wird der damalige volkseigene „Großhandel für Obst, Gemüse und Speisekartoffeln“ ab 1972 alleiniger Nutzer der Großmarkthalle Leipzig.

1989-1995: Durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, der sich nun in Treuhandeigentum befindlichen Leipziger Großmarkthalle, entwickelt sich diese immer mehr zu einem leistungsfähigen Mittelpunkt für Einzelhändler und Großhändler der Region, sowie bundesweit tätiger Großhandelsunternehmen. Und wieder ist es die Entwicklung der Stadt Leipzig, die einen Neubau unumgänglich macht. Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wird die Großmarkthalle als Domizil des Fruchthandels Ende Oktober 1995 für immer geschlossen und gleichzeitig am 30. Oktober 1995 der Neubau des Großmarktes Leipzig in neuer, verkehrstechnisch hervorragender, Lage eingeweiht. Es ist nicht nur der erste und bisher einzige bedeutungsvolle Großmarkt in den neuen Bundesländern, sondern auch der erste privatwirtschaftlich finanzierte und betriebene Großmarkt Deutschlands, ein Projekt der UBG Unternehmensgruppe Leonberg. Über
100 Millionen Euro Investitionsvolumen auf einem Gelände von sieben Hektar, Entwicklungspotential für die Zukunft.